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Subsysteme mit Univeyor

Die Steuerungsplatine Uni-Card der einzelnen Univeyor-Module dient dem staudrucklosen Fördern von Paketen und ähnlichen Gütern. Die Steuerung kann in Förderanlagen mit 24-V-Gleichstrommotoren sowohl mit Bürsten (Brush Type) als auch ohne Bürsten (Brushless) eingesetzt werden. Eine Uni-Card enthält sämtliche Elektronik, um bis zu vier Stauplätze oder komplexe Förderfunktionen (z. B. Ein- bzw. Ausschleusmodule) bedienen zu können. Das Univeyor-System ist als dezentrale und intelligente Steuerung so ausgelegt, dass hier im Baukastenprinzip eine komplette Anlage aufgebaut bzw. auch später einfach erweitert werden kann. Die Steuerung übernimmt autark die Förderung der Transportgüter über die von ihr kontrollierte Förderstrecke z. B. für 4 Stauplätze. Es können sowohl Geradeausförderer (1 bis 4 Stauplätze) als auch Ein- und Ausschleusmodule eingesetzt werden. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Modulen (Uni- Cards) wird über den sogenannten Easy Bus (galvanisch getrennte serielle Schnittstelle) realisiert. Dieser bietet neben der eigentlichen Kommunikation zwischen Vorgänger und Nachfolger auch Managementfunktion (z. B. Fehlermeldungen mit Zusatzinformationen) an. Um das System einfach zu halten, besitzt die Uni-Card einen Drehwählschalter, um 16 verschiedene Funktionsweisen der Steuerung auszuwählen. Die hinterlegten Funktionen decken sämtliche Standardeinsatzfälle in der Fördertechnik ab. So wird in allen Modulen die gleiche Uni-Card verwendet und erst bei der eigentlichen Installation die gewünschte Funktion ausgewählt. Hierdurch wird trotz der hohen Variantenvielfalt die Ersatzteilhaltung vereinfacht und reduziert. Für die Anbindung an externe Systeme besitzt jede Steuerung vier galvanisch getrennte digitale Ein- und Ausgänge.

Diese werden u. a. für die folgenden Aufgaben benutzt:

  • Übergabe von Fördergütern an Fremdsysteme
  • Einflussnahme auf das Ein- bzw. Ausschleusverhalten der Module
  • Ausgabe eines Fehlersignals

Zur Anbindung an eine übergeordnete Steuerung steht neben den digitalen Ein- und Ausgängen ein CAN-Bus-Anschluss zur Verfügung. Es wird an jeder Uni-Card per Drehwählschalter eine eindeutige Identnummer eingestellt, auf die per CAN-Bus individuell zugegriffen werden kann. Über diese Schnittstelle können dann aktuelle Informationen einer Uni-Card (Motorstatus, Sensorstatus, etc.) abgefragt werden. Weiterhin besteht hier die Möglichkeit, auf die Funktionalität der Steuerung Einfluss zu nehmen (z. B. Ein- bzw. Ausschleusverhalten). Um den heutigen Anforderungen bzgl. der übergeordneten Steuerung noch besser gerecht zu werden, gibt es noch das Gateway AnaGate CAN, das eine Umsetzung vom CAN-Bus auf Ethernet mit TCP/IP vornimmt. Hierdurch sind dann alle Funktionen, die auf dem CAN-Bus zur Verfügung stehen, auch über das heutige Standard- Netzwerkprotokoll TCP/IP zu erreichen.